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Im Jahr 1856 entstanden in Rheinhessen 11 Imkervereine und zwar Alzey, Bingen, Mainz, Worms, Oppenheim, Nieder-Ingelheim, Wörrstadt, Wöllstein, Nieder-Olm, Osthofen und Pfeddersheim. Vier davon sind übrig geblieben: Alzey, Ingelheim-Bingen, Mainz und Worms, neu kamen in den letzten Jahrzehnten Bacharach und Heidesheim hinzu.
Sicherlich ist die Zunft der Imker in Ingelheim älter als 150 Jahre, denn es ist überliefert, dass Karl der Große um 800 nach Christus in seiner Kaiserpfalz Ingelheim die Imkerei förderte. Aber es wäre zu verwegen, zu sagen, der Kreis-Imkerverein wäre schon 1200 statt 150 Jahre alt.
Der Imkerverband Rheinhessen-Pfalz wurde 1856 gegründet (Rheinhessen-Großherzogtum Hessen und Pfalz gehörte damals zum Königtum Bayern, Rheinland-Pfalz gibt es erst seit 1946). Geburtshelfer waren die Imkervereine Bingen und Nieder-Ingelheim. Welche Vereinstätigkeiten in all den Jahren waren, kann nicht mehr nachvollzogen werden. Die ersten verfügbaren Aufzeichnungen stammen von 1949, als sich der Verein neu formierte und seine Versammlung, erst nach Genehmigung des Gouvernement Militaire von Bingen vom 5.4.1949, am 10.4.1949 abhielt, Tagungsort und Tagungsstätte sind im Protokoll nicht ersichtlich. Vorsitzender war damals Wilhelm Wagner aus Ingelheim. Mit Wirkung zum 21. April 1949 existiert dann der Imkerverein Ingelheim-Bingen der irgendwann Anfang der Sechziger zum Kreis-Imkerverein Ingelheim-Bingen umbenannt wurde.
Herr Carl-Heinz Rauth übernahm den Vorsitz des Vereins 1964 bis 1969, in den Jahren 1969 bis 1978 hatten Herr Lautenschläger und kurzzeitig Herr Schorr und bis 1978 Herr Ebert die Vereinsleitung inne. 1978 übernahm dann Herr Rauth wieder das Ruder bis er im Jahr 2000 sein Amt an Franz Wassermann übergab.
Der Verein ist seit dem 12.3.2004 ein eingetragener, gemeinnütziger Verein mit derzeit 25 Imkerinnen und 107 Imker (zusammen 132) zwischen 14 und 85 Jahren mit Durchschnittsalter ca. 54 Jahre (Stand 1.1.2012).
(Franz Wassermann)
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